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Amazon Dash-Button rechtswidrig?

Verbraucherzentrale NRW geht gerichtlich gegen Dash-Button von Amazon vor.

Ein Knopf, ein Klick, am nächsten Tag steht der Paketbote mit Waschmittel, Shampoo oder Zahnpasta vor der Tür. Soweit die Theorie. Amazon ermöglicht nun seinen Prime-Kunden die Bestellung ihrer Lieblingsprodukte bequem über den Amazon Dash-Button an Ort und Stelle.

Der im heimischen Netzwerk installierte und mit der Amazon-App verbundene Amazon Dash-Button hängt im Haushalt und ist mit einem Lieblingsprodukt gekoppelt auf Knopfdruck wird Nachschub bestellt.

Eine super Erfindung denkt sich der chronisch unter Zeitmangel leidende Verbraucher. Doch hat Amazon die Rechnung ohne die Verbraucherschützer gemacht. Die Verbraucherzentrale NRW sah bei dieser Art des Einkaufs rechtliche Verstöße.

Wo ist das Problem?

Da der Knopf per Internet bestellt, handelt es sich auch hier um einen Vertrag im elektronischen Geschäftsverkehr. Für solche Verträge sind jedoch bestimmte Informationspflichten vorgesehen, die dem Schutz des Verbrauchers dienen. So fehlt auf dem Knopf der Hinweis, dass das Drücken eine kostenpflichtige Bestellung auslöst. Auch wird der Kunde über Gesamtpreis und wesentliche Eigenschaften des bestellten Produkts erst nach Bestellung informiert. Daneben behält sich Amazon vor, die Preise und Versandkosten für die Bestellung zu ändern. Der Kunde wird jedoch erst ab einer Preissteigerung von mehr als 10% gesondert informiert. Schließlich behält sich Amazon vor, ein Ersatzprodukt zu liefern, wenn das Bestellte nicht verfügbar ist. Hier kann es zu Abweichungen im Preis und der Füllmenge kommen.

Und jetzt?

Die Verbraucherzentrale mahnte den Versand-Riesen ab und forderte die Abgabe einer Unterlassungserklärung auf. Hierzu war Amazon nicht bereit, sodass die Verbraucherzentrale den Amazon Dash-Button nun gerichtlich prüfen lassen wird.

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